Der erste Saisonhöhepunkt steht nun unmittelbar bevor. Nach einigen Trainings in relevantem Gelände steigt die Vorfreude sogar noch höher. Die Karten und vor allem die Wälder versprechen einige Highlights in der kommenden Woche. Zufrieden bin ich auch mit meiner Formentwicklung. Der Langdistanz-Testlauf war physisch und technisch schon auf einem ganz anderen Level als meine vorherigen Wettkämpfe. Und an der Tiomila konnte ich an dieser Leistung anknüpfen. 
 
 

Am Montag beginnen die Qualifikationsläufe für die Europameisterschaften. Meine Einsätze sind:
 

Montag Mitteldistanz Quali
Dienstag   Langdistanz Quali 
Mittwoch   Ruhetag (Sprint Quali) 
Donnerstag  Mitteldistanz Final 
Freitag   Langdistanz Final
Samstag  Ruhetag (Sprint Final)
Sonntag   Staffel (Selektion erst nach Einzelläufen) 

                                           
Auf der Homepage des Veranstalters können die Läufe mitverfolgt oder im Vorfeld etwas die Fotos und Karten bestaunt werden. Es lohnt sich. www.eoc2012.se

 
   


Rückschau Testläufe

Gleich zum Auftakt der EM-Qualifikationsläufe stand die Langdistanz an. Dieser Wettkampf war für mich auch gleich der wichtigste, da in dieser Disziplin mein Schwerpunkt für die WM in diesem Jahr liegt. Sehr erfreut war ich dann über mein Resultat. Weniger wegen dem kleiner werdenden Rückstand auf Matthias Kyburz als über mein Laufgefühl und die technischen Aspekte unterwegs. Zum ersten Mal gelang es mir nämlich in diesem Jahr, den Fokus nur auf der nächsten Aufgabe zu halten und den sogenannten „Flow“ über weite Strecken zu erreichen. So macht OL einfach Spass!

An der Mitteldistanz Schweizermeisterschaften im Arcegno konnte ich diesen Fluss leider nicht mehr erreichen. Dass es trotzdem noch zu einem 3. Rang (von den Schweizern) gereicht hat, überraschte mich im ersten Moment. Die Analyse zeigte dann aber, dass die vielen kleinen Fehler nie wirklich viel Zeit gekostet hatten.

Im Sprint Testlauf (Nationaler OL in Ascona) hatte ich nur bei einem Abschnitt Mühe. Dafür verlor ich gleich etwa eine Minute und damit auch die Chance auf ein gutes Resultat. Etwas schade war, dass ich mich von einem kleinen Fehler in der Karte völlig aus dem Konzept bringen liess. Als ich mich dann endlich fangen konnte und zurück ins Laufkonzept fand, war es leider schon zu spät…

Tiomila

Kurz nach den Testläufen reiste ich nach Schweden. Ich wollte mich mit meinem Klub OK Tisaren optimal auf die Tiomila vorbereiten. Aus Erfahrung weiss ich, dass ich vor allem physisch einige Tage brauche, um mich an das tiefere Terrain und die ruppigeren Böden zu gewöhnen.
Leider lief es in der Wettkampfnacht nicht optimal und ich durfte erst als 27. auf die letzte Strecke starten. Mein Start lief alles andere als gut und ich verlor 2 Minuten auf den ersten Posten. Im GPS sieht man, dass ich zwar am richtigen Ort war, den Posten aber aus irgendeinem Grunde nicht sehen konnte.

Danach fand ich aber zurück in den Wettkampf und kam ohne Fehler durch. Über 90 Minuten gesehen war es ein sehr guter Test vor der EM und ich konnte nochmals Selbstvertrauen tanken. Mit dem 20. Rang erreichten wir aber leider nur das Minimal-Ziel. Obwohl die Leistungen im Team gut waren, konnte der Ausfall von Matthias Kyburz nicht ganz kompensiert werden.